Mitgliederrundschreiben
Juni 2005
Liebes Mitglied,
es ist wieder Zeit, Sie über wichtige Ereignisse in unserem Förderverein zu informieren.
Mitgliederversammlung 2005
Am 23. April 2005 fanden sich 117 Mitglieder und viele Gäste im Saal Österreich der Messe Friedrichshafen ein. Der 1. Vorsitzende begrüßte die Teilnehmer. Danach richtete der Herr Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen Josef Büchelmeier ein Grußwort an die Versammlung. Darin brachte er zum Ausdruck, dass ihm die Weiterentwicklung des Zeppelins ein großes Anliegen ist und dass er darum die Aktivitäten unseres Fördervereins begrüßt und unterstützen will. Er drückte seine Hoffnung aus, dass es zu einer guten Zusammenarbeit zwischen der Luftschiffindustrie in der Stadt Friedrichshafen und dem Förderverein Zeppelin-Tourismus kommt. Der Vorsitzende dankte ihm und würdigte diesen ersten Besuch eines Vertreters der Stadtverwaltung in der 11-jährigen Geschichte des Fördervereins Zeppelin-Tourismus e. V., den alle Anwesenden mit Freude zur Kenntnis nahmen. Außerdem bedankte er sich herzlich bei der Messe Friedrichshafen GmbH für die Überlassung des Saales.
Der Vorsitzende bedauerte, dass die zum Teil von weither angereisten Mitglieder den in der Einladung zur Mitgliederversammlung angekündigten Messestand unseres Vereins mit einem Ausschnitt der Passagierkabine des Z-Luftschiffes im Maßstab 1 : 1 nicht sehen konnten. Der Messestand wurde kurzfristig vor der Messeeröffnung gekündigt. Auch die geplante Pressekonferenz konnte nicht in der Messe abgehalten werden.
Nach der Totenehrung stellte der Vorsitzende die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. Aus dem anliegenden Protokoll und den anderen Anlagen ist der Verlauf der Versammlung zu ersehen.
Sonstiges
Änderung des Kürzels und des Logos von Zeppelin Europe Tours
Da die Geschäftsführung der ZLT immer wieder die Verwechslungsgefahr zwischen ZLT und ZET beklagt hat, kürzen wir Zeppelin Europe Tours künftig mit Z ab. Die Wiedergabe des Brandings (Bemalung) des Zeppelin NT N07, für das ein Geschmacksmusterschutz besteht, wurde uns untersagt. Darum haben wir das Logo geändert (wir meinen, dass wir ein wesentlich besseres gefunden haben) und werden in Zukunft den Zeppelin NT mit seinem Originalbranding nicht mehr zeigen.
Neues vom Zeppelin NT
Da uns von der Geschäftsführung der ZLT immer wieder vorgeworfen wird, dass wir uns illegal Informationen aus der ZLT beschaffen, was definitiv nicht zutrifft, stellen wir diese Berichte ein.
Das einzige für kommerzielle Passagierbeförderung noch verfügbare Luftschiff war im Frühjahr einige Zeit in München und ist zur Zeit am Bodensee unterwegs. Die Saison soll mit über 5.000 Buchungen begonnen worden sein, was einen Rekord darstellt.
Die ZLT hat am 14.02.05 bekannt gegeben, dass ein Zeppelin NT für 19 Passagiere entwickelt und gebaut werden soll. Das Volumen wurde zunächst mit 13.000 einige Wochen später mit 14.000 m³ angegeben. Angeblich sollen nur ganz geringe Änderungen am heutigen Zeppelin NT vorgenommen werden. So sollen Triebwerke, Leitwerke, Fahrwerke, Avionik u.a.gleich wie beim ZeppelinNT N07 ausgeführt werden. Vermutlich werden die Ballonets verkleinert, was aber die Dienstgipfelhöhe (max. Startüberhöhung mindert).
Unser Marktpartner DERTOUR GmbH & Co. KG glaubt nicht daran, dass dieses Luftschiff profitabel in der Touristik eingesetzt werden kann.
TAB - Studie
Vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag wurde eine Studie zum Thema LEICHTER-ALS-LUFT-TECHNOLOGIE INNOVATIONS- UND ANWENDUNGSPOTENZIALE (Arbeitsbericht Nr. 97 / November 2004) erarbeitet. Darin werden die Chancen der Leichter-als-Luft-Technologie unter technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten untersucht. Auch das Z-Projekt ist darin erwähnt. Allerdings hatten wir leider nicht die Chance, das Projekt in seiner Gesamtheit und aktuell den Autoren darzustellen, so dass das die Möglichkeiten des Z-Projekts nicht angemessen gewürdigt wurden. Wir vermissen in diesem Bericht auch ausreichende spezifische Kenntnisse der Leichter-als-Luft-Technik, Geschichte und des Marktes.
In dieser Studie wird dann auch die Verschiedenartigkeit der Projekte bemängelt und eine organisierte Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen gefordert damit für Außenstehende mehr Transparenz dieser Technologie entsteht.
Deklaration zur Kooperation im Bereich der Leichter-als-Luft-Technologie
Der Anregung aus der TAB-Studie folgend, haben einige Gruppen, die sich mit der Leichter-als-Luft-Technologie beschäftigen, eine Deklaration unterzeichnet. Darunter sind auch ehemalige CargoLifter-Anhänger, Skycruise, ein Team das unbemannte Kleinluftschiffe entwickelt u. a. In dieser Deklaration wird die Schaffung einer Allianz zwischen den Projektträgern von Luftschifftechnologien angestrebt, um gegenüber der Öffentlichkeit, der Politik und Wirtschaft dieser Technologie den richtigen Platz zu zu weisen. Außerdem wird gefordert, Sorge dafür zu tragen, dass die sog. immateriellen Wirtschaftsgüter (IWGs), also das schriftlich festgehaltene Know-how, der ehemaligen CargoLifter AG zur künftigen Nutzung ggf. unter der treuhänderischen Verwahrung durch das Deutsche Institut der Leichter-als-Luft-Technologie zur Verfügung gestellt wird und nicht ins Ausland abwandert. Diese Institut wurde in Wildau bei Berlin gegründet.
Wir sind der Meinung,
- dass es richtig ist, dass die IWGs allen Interessierten zur Verfügung stehen, weil diese mit den Mitteln der Aktionäre und der öffentlichen Hand geschaffen wurden
- dass es richtig ist, wenn die Unterlagen in dem Land aufbewahrt werden, wo die meisten ehemaligen CargoLifter-Mitarbeiter leben, weil die IWGs nur mit Hilfe dieser Menschen voll genutzt werden können und weil es psychologisch verheerend wirkt, wenn sie in den Westen transferiert werden.
Darum haben wir diese Deklaration auch im Namen des Fördervereins Zeppelin-Tourismus e. V. unterzeichnet.
CargoLifter-Gespräche
Das Mitglied des Bundestages, Herr Jürgen Türk, hat sich auf bitten der CargoLifter-Aktionäre eine Gesprächsrunde eingeladen, um den Verbleib der immateriellen Wirtschaftsgüter der CargoLifter AG zu klären. Eingeladen waren Mitglieder des Bundestages aller Parteien, Vertreter des BMWi u A, des Landes Brandenburg, der Cargo-Lifter-Aktionäre, der LTA AG, der DELCON, verschiedener Hochschulen, der ZLT, der Insolvenzverwalter und wir. Die große Mehrheit bemühte sich um den Erhalt des Knowhows für künftige Luftschiffaktivitäten in dem die Papiere sorgfältig und jedem Interessenten zugänglich archiviert werden und dies möglichst in Brandenburg oder Berlin, wo die meisten Menschen leben, die dieses Knowhow geschaffen haben. Am Ende eines Gespräches am 10.03.05 erhielten die Herren Professoren Dr.-Ing. Bernd Kröplin Uni Stuttgart und Dr.-Ing. Andreas Gebhard FH Aachen den Auftrag einen Vorschlag auszuarbeiten. Da der Vorgang immer noch nicht abgeschlossen ist und das geplante Gespräch am 02.06.05 verschoben wurde, können wir Ihnen das Resultat der Gespräch noch nicht mitteilen. Wir haben allerdings das Gefühl, dass mit allen Mitteln versucht wird, die IWGs exclusiv für die ZLT zu sichern, obwohl die ZLT nur eine Variante des Zeppelin NT mit geringen Abweichungen zu entwickeln plant. Hierzu wird das Knowhow sicher nicht benötigt.
Parlamentarischer Abend zum Thema: Luftschiffe - von Nischen-Anwendungen zu neuen Einsatzfeldern
Hierzu hatte am 10. Mai die Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt in die Landesvertretung Baden-Württemberg eingeladen. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt DGLR. Im Foyer hatten alle Gruppen, die sich mit Luftschiffen befassen Gelegenheit ihre Aktivitäten zu präsentieren. Auch wir hatten einen Teil unseres Messestandes aufgebaut. Die Vortragsveranstaltung war ziemlich oberflächlich und das Interesse der Parlamentarier eher gering. Jedoch trafen wir einige interessante Leute und führten gute Gespräche insbesondere mit Vertretern des Luftfahrt Bundesamtes.
Abschließend danken wir unserem Mitglied John Duggan, Ickenham / UK herzlich für die Übersetzung unseres Rundschreibens in die englische Sprache.
So viel für heute. Der Vorstand wünscht Ihnen alles Gute u. a. einen schönen Sommer.
Beste Grüße im Namen des gesamten Vorstandes
Wolfgang v. Zeppelin
1. Vorsitzender
Anlagen: Protokoll der Mitgliederversammlung am 23.04.05
1. Bericht des Vorstandes
2. Bericht über das Z-Projekt
Protokoll der Mitgliederversammlung vom 23.4.2005
Protokoll über die Jahreshauptversammlung 2005
des Fördervereins Zeppelin-Tourismus am 23. April
im Saal ÖSTERREICH der Neuen Messe Friedrichshafen
Beginn 14:00 h - Ende 18:00 h
Anwesend: Vom Vorstand die Herren Wolfgang von Zeppelin, Werner Häusler, Dietmar Hertsch, Claus Vechet und 117 Mitglieder + Gäste
Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Wolfgang von Zeppelin
Grußwort des Herrn Oberbürgermeister Büchelmeier der Stadt Friedrichshafen
TOP 1: Jahresbericht des Vorstandes durch Wolfgang v. Zeppelin
Seine Ausführungen werden auszugsweise [in der Anlage zum versandten Rundschreiben, d. www-Red.] angefügt.
TOP 2: Bericht über das ZEPPELIN EUROPE TOURS - Projekt durch Wolfgang v. Zeppelin
Seine Ausführungen werden angefügt [in der Anlage zum versandten Rundschreiben, d. www-Red.].
TOP 3: Kassenbericht des Schatzmeisters
Schatzmeister D. Hertsch wies darauf hin, dass die Bilanz zum 31.12.04 ein Vereinsvermögen in Höhe von 127.919.31 € ausweist. Die Bilanzsumme beträgt 137.312,57 €. In der Gewinn- und Verlustrechnung 04 wird der für das Z-Projekt eingesetzte Betrag in Höhe von 20.000 € knapp erreicht. Der Verlust von 14.672,74 € ist auf verspätete Rechnungen für die Zeppelinbriefe aus dem Jahr 2003 und auf die im Haushaltsplan 2004 festgelegte Summe für das Z-Projekt (20.000,- €) zurückzuführen.
TOP 4: Prüfungsbericht der Kassenprüfer
Die Rechnungsrevisoren (Fammler und Pfab) haben in ihrem Prüfungsbericht die Empfehlung ausgesprochen, die vorgelegte
Jahresrechnung für 2004 zu genehmigen.
TOP 5: Entlastung des Vorstandes
Dr. Uwe Eckener stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Bei vier Enthaltungen (Mitglieder des Vorstandes)
wurde der Vorstand entlastet.
TOP 6: Wahl des Vorstandes
Mit dieser Aufgabe wurde Dr. Uwe Eckener von der Versammlung einstimmig betraut. Vor diesem Wahlgang gab der bisherige Vorsitzende Wolfgang v. Zeppelin bekannt, dass für den bisherigen 2. Vorsitzenden Werner Häusler, der schon vor zwei Jahren um Ablösung von diesem Amt gebeten hat, das er seit Gründung des Vereins 1994 inne hatte, der Versammlung Prof. Dieter Bögle vorgeschlagen wird. Prof. Bögle war bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer der Bodensee Schiffsbetriebe GmbH. Der Dipl.-Ingenieur (Maschinenbau) und Dozent an der Universität Stuttgart bringe technisches Wissen und Erfahrungen in der Tourismusbranche in die Arbeit des Vorstandes ein. Die bisherigen Mitglieder des Vorstandes stünden zur Wiederwahl, sagte W. v. Zeppelin.
Nachdem Dr. Eckener nach weiteren Wahlvorschlägen aus der Versammlung gefragt hat, aber keine Vorschläge gemacht wurden, brachte er den Vorschlag des Vorstandes zur Abstimmung.
Ergebnis: einstimmig bei vier Enthaltungen. Prof. Bögle nahm die Wahl in den Vorstand an.
TOP 7: Vorlage des Wirtschaftsplanes 2005
Der von Schatzmeister Hertsch vorgelegte Wirtschaftsplan für 2005 sieht einen um 5.000,00 € erhöhten Betrag in Höhe von 25.000,00 € für das Z-Prpojekt vor. Die Einnahmen betragen 25.450,00 €, die Ausgaben liegen bei 45.200,00 € und erreichen damit einen Ausgabenüberschuss von 19.700,00 €. W. v. Zeppelin wies darauf hin, dass das Z-Projekt mit dem Vereinszweck übereinstimmt und es für einen Förderverein keinen Sinn macht, Kapital anzusammeln ohne etwas für den Zweck des Vereins zu tun. Der Wirtschaftsplan wurde mit 2 Enthaltungen von der Versammlung genehmigt.
TOP 8: Bestellung der Kassenprüfer
Nachdem H. Pfab um Ablösung gebeten hatte, schlug der wiedergewählte Vorsitzende vor, für H. Pfab den Steuerberater Ernst Hund aus Markdorf als zweiten Prüfer zu wählen, was auch einstimmig erfolgte.
TOP 9: Anträge
Lagen keine vor.
TOP 10: Sonstiges
Die vom Schatzmeister an die Mitglieder gestellte Frage, ob aus Kostengründen auf die Beifügung des Zeppelinbriefes des Vereins der Freunde des Zeppelin-Museums in die Mitgliederrundschreiben des Fördervereins Zeppelin-Tourismus verzichtet werden kann Damit könnten ca. 4.500,- € im Jahr gespart werden. Es wurden verschiedene Vorschläge diskutiert. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, dass die Mitglieder des Fördevereins Zeppelin-Tourismus e. V., die den Zeppelinbrief gerne beziehen würden, Mitglied im Freundeskreis zur Förderung des Zeppelin-Museums e. V. werden sollten. Mit dieser Mitgliedschaft ist ja auch der kostenlose Eintritt in das Zeppelin Museum Friedrichshafen verbunden. Hierzu soll unserem nächsten Mitgliederrundschreiben ein entsprechender Aufnahmeantrag des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin Museums e. V. beigelegt werden.
Ein Vorschlag aus dem Kreis der Versammelten, eine freiwillige Spende zur Senkung des Defizits im Wirtschaftsplan 05 beizutragen, brachte einen Spontanbetrag von 371,00 € und 10,00 CHF, der dem Schatzmeister unter Beifall übergeben wurde.
Vom Sonderverkaufsangebot für das Buch von Albert Sammt und des Videofilms Zeppelin NT fliegt für Kinder wurde regen Gebrauch gemacht.
Konstanz, 25. April 2005
Werner Häusler
für das Protokoll
Wolfgang v. Zeppelin
Versammlungsleiter
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