Mitgliederrundschreiben
November 2008
Liebes Mitglied,
mit diesem Rundschreiben wollen wir Ihnen vor allem den Termin unserer nächsten Mitgliederversammlung mitteilen und einen Rückblick auf das scheidende Jahr geben. Die Mitgliederversammlung findet am Samstag, den 9. Mai 2009 in Konstanz statt. Wir bemühen uns, wieder ein ansprechendes Rahmenprogramm zu bieten. Die offizielle Einladung mit Tagesordnung erhalten Sie mit dem nächsten Mitgliederrundschreiben.
Bezüglich der Übernachtungsmöglichkeiten für Frühbucher gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Direkt beim Steigenberger Inselhotel Konstanz, Auf der Insel 1, 78462 Konstanz, Tel.: 07531-125-0, Fax: 07531-26402 oder 07531-125-250.
2. Die Tourist Information Friedrichshafen ist Ihnen wie immer bei der Quartiersuche gerne behilflich. Die Adresse ist: Tourist Information Friedrichshafen , Bahnhofplatz 2, 88045 Friedrichshafen , Frau Ullmann, Tel.: 07541-301514, Fax: 07541-72588,E-Mail: d.ullmann@ti.friedrichshafen.de
Zeppelin-Wochenende für junge Mitglieder
Leider musste das Zeppelin-Wochenende für junge Mitglieder wegen mangelnder Beteiligung ausfallen. Wie erhielten nur vier Anmeldungen!
Vielleicht haben wir den Termin bezüglich der Semesterferien nicht optimal gewählt. Wir dachten, dass das verlängerte Wochenende am 03./05.10.2008 besonders gut geeignet ist, zumal Anfang Oktober noch besseres Wetter als später im Jahr erwartet werden durfte. Unsere Hoffnungen haben sich aber nicht erfüllt. Trotzdem haben wir vor, nächstes Jahr einen neuen Versuch zu starten.
Zeppelin-Dinner im Hudson Theater, New York
Vor 80 Jahren, vom 11.10. bis 15.10. 1928 fuhr LZ 127 GRAF ZEPPELIN zum ersten Mal in die USA nach Lakehurst. Es war die erste Nordatlantik Überquerung mit Passagieren und Post. Zu diesem Anlass veranstaltete die Deutsch-Amerikanische Handelskammer ein festliches Dinner.
Unser Mitglied Dr. Uwe Eckener war hierzu eingeladen und nahm aktiv daran teil. In der Anlage 1 finden Sie seinen Bericht über dieses Ereignis.
Zeppelin-Mütze
Im letzten Mitgliederschreiben haben wir Ihnen mitgeteilt, dass wir Repliken von der berühmten Schildmütze des Grafen Ferdinand von Zeppelin anfertigen lassen wollen. Wir haben Interessens-bekundungen an ca. 20 solcher Mützen erhalten und wollen die Aktion nun starten. Wir müssen für ca. 1.000,- € einmalige Vorproduktionskosten leisten (Einkauf von Bordürenband und Klischeeerstellung für das in der Mütze abgedruckte Monogramm des Grafen Zeppelin). Darum können wir den angepeilten Preis von ca. 30,- € nicht halten, sondern müssen nun ca. 40,- € fordern.
Wir bitten die Mitglieder, denen dieser Preis zu hoch ist, Ihre Bestellung bis zum 31.12.2008 zu stornieren. Die nicht stornierten Mützen werden wir bei unserer Mitgliederversammlung ausliefern bzw. auf Wunsch zusenden.
Zeppelin-Medaille der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg
Die Staatlichen Münzen Baden-Württemberg stellten am 29.09.2008 die Medaille "Ferdinand Graf von Zeppelin 2008" im Zeppelin Museum Friedrichshafen vor. Diese wurde im Rahmen der Kunstmedaillenserie "Erfinder & Tüftler aus Baden-Württemberg" herausgegeben. Mit dieser Serie sollen Erfinder und Tüftler aus dem Land geehrt werden und zwar im Wechsel "Lebende Erfinder und Tüftler" und posthum. Die vorausgegangene Medaille war übrigens unserem Mitglied Arthur Fischer gewidmet.
In der Anlage finden Sie einen Flyer der Staatlichen Münzen B-W mit der Sie die Medaille in Bronze versilbert oder in Feinsilber erwerben können.
Zeppelin-Kalender
Auch für das Jahr 2009 gibt die Zeppelin Silos & Systems GmbH, Friedrichshafen einen Kalender heraus, den Sie als Mitglied des Fördervereins zum Vorzugspreis von 19,50 € erhalten. Das beiliegende Blatt gibt über Inhalt, Ausstattung und Format Auskunft.
Neues vom Zeppelin NT
Während der Zeppelin NT BADEN-WÜRTTEMBERG fast täglich seine Runden über der Region Bodensee drehte, war der Zeppelin NT Nr. 4 von 10. Juli 2008 bis 21. August 2008 zu Werbeflügen für den Brauereikonzern Inbev mit Passagierbeförderung eingesetzt. Leider war das Wetter in dieser Zeit in London unterdurchschnittlich und damit nicht sehr "luftschifffreundlich". Dennoch wurde das Luftschiff von den Briten begrüßt, wenn auch einige Kommentare der bekannt bissigen Presse an die Kriegseinsätze im 1. Weltkrieg erinnerten.
Danach wurde die Werbeaufschrift im Hangar 2 in Cardington bei Bedford gewechselt. In Cardington waren in 1930iger Jahren die britischen Großluftschiffe R 100 und R 101 stationiert. R 100 wurde auch dort montiert.
Am 28.08.08 startete der Zeppelin NT Nr. 4 zur 1. ZEPPELIN EUROPE TOUR von Cardington über London Dover Calais Brüssel Den Haag. Siehe hierzu anliegenden Bericht Anlage 2. Danach machte das Schiff bis 16. September 2008 Rundflüge über den Niederlanden.
Am 17. September 2008 wurde das Luftschiff nach Hamburg überführt, teilweise demontiert (Leitwerke und Triebwerke) und am 26. September 2008 auf das Dockschiff MV "Combi Dock I" verladen. Am 26. September 2008 stach das Dockschiff mit dem Luftschiff in See und legte am 11. Oktober 2008 in Beaumont/Texas an wo das Luftschiff entladen wurde und wieder komplett montiert wurde.
Am 18.Oktober 2008 startete das Schiff unter der Leitung von Kate Board zu seinem Überführungsflug nach San Francisco. Die Strecken verlief Beaumont/Texas - San Antonio/Texas - Fort Stockton/Texas Demming/New Mexico Tucson/Arizona - San Bernardino/California Salinas/California Moffet/California und ging über eine Distanz von 2.800 km. Die höchste Höhe, die zu überfliegen war, betrug 1.800 m. Am 25. Oktober 2008 traf das Schiff auf dem Moffett Field ca. 35 km südlich San Francisco ein. Dort gibt es noch einige Luftschiffhallen aus der Zeit der NAVY Luftschifffahrt. Eine hiervon wird dem Zeppelin NT als Heimathalle dienen.
Am 21. November 2008 ist die Taufe und feierliche Indienststellung geplant.
Der Zeppelin NT BADEN-WÜRTTEMBERG erledigte von 17. Oktober 2008 bis 8. November 2008 noch Messflüge für das Forschungszentrum Jülich im Dienste der Klimaforschung, die wieder zur großen Zufriedenheit der Forscher verliefen. Die Auswertung der umfangreichen Daten werden noch Jahre in Anspruch nehmen.
Folgende Flugleistungen erzielten die Luftschiffe:
D-LZZF BADEN-WÜRTTEMBERG
vom 1.1.2008 16.10.2008 :
Flugstunden: 944
Beförderte Passagiere: 11.059
Zeppelin NT Nr. 2 ex BODENSEE
Seit Erstflug:
Flugstunden: 4.985
Beförderte Passagiere: ca. 1.500
Zeppelin NT Nr.4
vom 1.6.2008 27.10.2008: Flugstunden: 276
Besonders bemerkenswert ist, dass der ZEPPELIN NT BADEN-WÜRTTEMBERG mit über 85.000 Passagieren mehr Passagiere befördert hat als alle zivilen Zeppelin-Luftschiffe in den Jahren 1909 bis 1937. Auch wenn viele der früheren Passagiere nicht nur einen einstündigen Flug sondern Fahrten über die Meere gemacht haben, ist dies doch ein Beweis wie zuverlässig der Zeppelin NT ist und wie gut bei der DZR gearbeitet wird. Auch die Wirtschaftlichkeit ist weit besser als bei den klassischen Zeppelin-Luftschiffen.
Folgende Postflüge für das Pestalozzi Kinderdorf Wahlwies wurden durchgeführt:
09.05.2008 Zeppelin NT Nr. 3
FN - FN Erinnerung an Zeppelin NT NR.1 FRIEDRICHSHAFEN mit Hüllengewebestück auf dem Beleg
21.05.2008 Zeppelin NT Nr. 4
FN FN Erstflug
01.07.2008 BADEN-WÜRTTEMBERG
FN FN Gedenkflug "100 Jahre 12-Stundenfahrt des LZ 4 über der Schweiz"
Das ZEPPELIN EUROPE TOURS Projekt
Das herausragende Ereignis in diesem Jahr war die 1. ZEPPELIN EUROPE TOUR von Cardington/GB über Calais/F und Brüssel/B nach Valkenburg bei Den Haag/NL.
Wie Sie dem anliegenden ausführlichen Bericht entnehmen können, war die Tour ein großer Erfolg. Sieben der 13 Tourteilnehmer waren Mitglieder des Fördervereins.
Wichtig war, dass viele Erkenntnisse für zukünftige Touren gewonnen werden konnten.
Das Ergebnis der Tour war so ermutigend, dass sowohl der ZEPPELIN EUROPE TOURS Standortbeauftragte für die NL, Erwin Krijger; wie auch die DZR im nächsten Jahr einige solcher Touren planen. So ist eine Tour von Friedrichshafen nach Den Haag oder zurück und eine Tour von Friedrichshafen nach Venedig oder zurück ins Auge gefasst. Bitte geben Sie uns Bescheid wenn Sie daran interessiert sind, wir werden Ihnen dann Bescheid geben wenn die angedachten Touren realisiert werden und teilen Ihnen die Konditionen mit.
Ansonsten setzte sich der Kampf um die Finanzierung fort. Einige Möglichkeiten haben sich aufgetan, andere haben sich nicht realisieren lassen. Das größte Problem ist die Frage aller Investoren, warum die Betriebe der Zeppelin Stiftung und die Stiftung selbst das aussichtsreiche Projekt nicht wenigstens teilweise mitfinanzieren. Mussten wir früher über das Unglück des LZ 129 in Lakehurst und über das Scheitern des CargoLifters als Gegenargument diskutieren, so rückt heute diese Frage immer mehr in den Vordergrund.
Natürlich macht die gegenwärtige Finanzkrise die Suche nach einem Investor noch schwieriger.
Darum versuchen wir die noch verbleibenden Mittel zu schonen und nur noch für die Investorensuche einzusetzen damit wir länger durchhalten.
Damit hätten wir Sie wieder auf den neuesten Stand gebracht. Gerne beantworten wir Ihnen noch offen gebliebene Fragen.
Ihnen alles Gute, auch heute schon für die festlichen Tage im Dezember und zur Jahreswende und
herzliche Grüße vom Bodensee im Namen des gesamten Vorstands
Wolfgang v. Zeppelin
1.Vorsitzender
Anlagen:
- Bericht über Zeppelin-Dinner in New York am von Dr. Uwe Eckener.
- Bericht über die 1. ZEPPELIN EUROPE TOUR
- Flyer der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg von der Medaille "Ferdinand Graf von Zeppelin 2008"
- Flyer von der Zeppelin Silos & Systems GmbH vom ZEPPELIN Kalender 2009
Anlage 1
Zeppelin-Dinner im Hudson Theater, New York (Uwe Eckener)
Vor 80 Jahren überquerte der LZ127 zum ersten mal den Atlantik. Zu Ehren dieser von schweren tropischen Stürmen begleiteten Überfahrt veranstaltete die Deutsch-Amerikanische Handelskammer am 18.10.2008 ein festliches Dinner im Hudson Theater in New York.
Anwesend in der ausgebuchten Veranstaltung waren u. a. Dr. Klaus Scharioth (Deutscher Botschafter in den USA), Dr. Benno Bunse (Präsident der Handelskammer), Dr. Heinz Schimmelbusch (Aufsichtsratsvorsitzender der PFW Aerospace), John Fund (Wall Street Journal), Imke Donner (Amerikakorrespondentin der Süddeutschen Zeitung), Rüdiger Lentz (Leiter der Deutschen Welle, Washington), Louis Edward Smart (Artist, New York), Dr. Martin Ney (Ambassador), Terry Jackson (City of NY), Robert Keating (General Quebec), Jason Akasic (NY Sun), Ed DiNapoli (Chanel USA)
Das Fest war von einem Event-Manager recht originell geplant, mit Anlehnung an das Fest im Hotel Astor, NY, am 16. Oktober 1928. Es stand natürlich das Festmenü von damals auf dem Programm und pointierte Musik aus den Zwanzigern.
Zwischen "Vorspeise und Hauptgang" wurde ich von Rüdiger Lentz für 30 Minuten interviewt, wobei es zuerst um die legendäre Sturmfahrt des "Graf Zeppelin" ging. Dazu wurde eine sehr gute Slideshow mit historischen, zum Teil seltenen Fotos von Fahrten des LZ127 vorgeführt. Rüdiger Lentz hinterfragte dann die Motivation meines Großvaters, der ja zum Einen im Herzen ein See-fahrer war, also neue Wege und Gegenden erkunden wollte, zum Anderen als Volkswirtschaftler die Vision des weltweiten Luftverkehrs vorantrieb. Darüber hinaus hatte er einen ausgeprägten politischen Instinkt, und so nutzte er die magische Wirkung des Luftschiffs als "Symbol of Peace" wie Grace Coolidge es genannt hat.
Für die Amerikaner (und auch für mich) war die Frage "why America" interessant, die Frage, warum die Beziehungen zu Amerika eine zentrale Rolle gespielt haben und über 1945 hinaus stabil blieben. Diesen wichtigen Aspekt will ich jedoch hier nicht in der Kürze abhandeln.
Gegenwart und Zukunft: Was machen die verschiedenen Zeppelinbetriebe heute, hat das Luftschiff eine Zukunft, gibt es ein profitables Projekt etc.
Die Repräsentanz Caterpillar und der Bereich Sonderkonstruktionen, die Nachfolge des Maybach Motorenbau und die weltweite Bedeutung der ZF wurden beleuchtet. Ausführlich diskutiert wurden die Vorzüge des Zeppelin NT-Konzepts und die Einsätze in Deutschland, Japan, Afrika und nun in Kalifornien. Die Vorzüge des Konzepts muss ich Ihnen nicht erläutern, wesentlich ist, dass es für ein größeres, profitables touristisches Projekt gut geeignet ist.
Die von Herrn Schröder perfekt aufbereitete Diashow der 1. ZEPPELIN EUROPE TOUR von England über Frankreich Belgien in die Niederlande hat die Beschreibung einer Zeppelin-Reise für die Zuhörer anschaulich unterstützt.
Anlage 2
Die 1. ZEPPELIN EUROPE TOUR ein großartiger Erfolg
Nach intensiver Vorarbeit konnte der ZEPPELIN EUROPE TOURS-Standortbeauftragte für die Niederlande, Erwin Krijger, auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins Zeppelin-Tourismus e. V. am 24.05.2008 das geplante Vorhaben vorstellen:
Der Zeppelin NT Nr. 4 wird auf einer Tour mit Passagieren von England über Frankreich und Belgien in die Niederlande fliegen.
Herrn Krijger, Eigentümer der Firma Aerwin Technologies & Skymedia, war es gelungen, den Zeppelin NT Nr. 4 in der Zeit vom 27.08. bis 04.09.08 von der DZR zu chartern. Das Luftschiff war bereits vom 10.07. bis 22.08.08 für eine Werbemission für die Biermarke STELLA ARTOIS mit Rundflügen über London eingeplant. Auftraggeber war hierfür die große Brauereigruppe Inbev.
Der Rückflug von England in die Niederlande sollte nun so gestaltet werden, dass das Konzept der ZEPPELIN EUROPE TOURS erstmalig in der Praxis getestet werden konnte, nämlich als internationale Tour mit Passagieren.
Der Förderverein unterstützte diese Absicht durch Werbung und logistische Leistungen. Die große Frage war, ob der hohe Preis in Höhe von 6.500,- € von den Passagieren akzeptiert wird und, ob es gelingt, in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit die aufwändige Organisation zu meistern. Es war ja damit zu rechnen, dass das Wetter in dieser Region nicht gerade ideal ist für eine so anspruchsvolle Luftschiffmission und höchste Flexibilität von den Organisatoren fordern wird. Außerdem würde die Kapazität (Nutzlast, Reichweite, Wetterlimits u. a.) des Zeppelin NT bis an seine Grenze genutzt werden müssen.
Die verfügbaren Plätze waren in wenigen Tagen gebucht und schon bald wurde eine Warteliste angelegt.
1. Tag (Anreisetag) - 26. August 2008
Am 26.08. reisten die Passagiere an und wurden vom Flughafen London/Heathrow oder London/Luton abgeholt und mit einem Taxi in das Hotel Menzies Flitwick Manor gebracht. Das Hotel ist ein typisches englisches Landhaus, das in mitten eines herrlichen alten Parks liegt in der Nähe von Bedford, ca. 30 Autominuten entfernt von Cardington, dem Ausgangspunkt der Tour.
Um 17:00 Uhr konnte der Tourorganisator, Wolfgang Schröder, die Fluggäste in dem gemütlichen Salon begrüßen und stellte Erwin Krijger als Veranstalter der Tour so wie unsere Flugbegleiterin Rose-Marie Terlouw vor. Mit einem "Blue Sky Airship Cocktail", der speziell für diese Tour kreiert wurde, stimmten sich die Gäste auf das bevorstehende Erlebnis ein. So blau wie dieser Cocktail wünschten sich die Luftschiffreisenden den Himmel während der nächsten Tage. Reisende aus vier europäischen Ländern konnten begrüßt werden: drei aus Großbritannien, zwei aus den Niederlanden, einer aus der Schweiz und vier aus Deutschland. Wolfgang Schröder übergab die Fahrscheine und händigte jedem Fahrgast eine silberne Anstecknadel, die extra hierfür entworfen und angefertigt worden war. Abschließend gab er Hinweise auf die bevorstehende Tour. Ein Display zeigte auch einige Strukturteile des Zeppelin NT und schöne Bilder von seinen bisherigen Einsätzen.
Bis zum Abendessen stimmte Wolfgang von Zeppelin die Fluggäste mit einer Lichtbildvorführung auf die Luftschifffahrt ein. Dabei zeigte er die interessantesten Bilder der amerikanischen, britischen und deutschen Luftschifffahrt und zeigte wie Luftschiffreisen früher erfolgten.
Beim exzellenten, gemütlichen Abendessen kam man ins Gespräch und bemerkte sehr bald, dass es sich um eine außerordentlich harmonische und sympathische Reisegruppe handelte. Jeder brachte sich in die Gemeinschaft ein. Auch später zeigte sich, dass allen Fluggästen Geselligkeit, Humor aber auch Rücksichtnahme und Pünktlichkeit wichtig war. Alle beherrschte eine große Vorfreude auf ein einmaliges Erlebnis.
Leider musste Wolfgang Schröder noch einen Wermutstropfen verkünden: Das Luftschiff war zwar pünktlich mit dem neuen Branding versehen worden, konnte aber am Tag wegen des starken Windes nicht aus der Halle gebracht werden. Nachts ließ zwar der Wind nach, aber an der alten Luftschiffhalle konnte nur ein Tor geöffnet werden, so dass nur ein freier Raum von ca. 50 cm rechts und links verblieb. Außerdem ist auch der Durchbruch durch einen Zaun vor der Halle sehr eng und der Ankerplatz recht uneben. Schließlich gab es kein Licht für das schwierige Aushallen.
Das bedeutete, dass der Start der Tour um einen Tag verschoben werden musste. Schnell wurde ein alternatives Programm für den kommenden Tag geschmiedet, wobei die britischen Passagiere spontan gute Ideen einbrachten.
2. Tag - 27. August 2008
Nach dem Frühstück fuhren die Gäste nach Cardington und standen bald vor den mächtigen beiden Hallen. In diesen wurde das Luftschiff R 101 gebaut und das Luftschiff R 100 untergebracht. Eine der beiden Hallen ist in gutem, renoviertem Zustand. Sie wird für Filmaufnahmen genutzt. Die zweite Halle ist in einem sehr desolaten Zustand. Das Dach und die Wände aus Wellblech haben viele große Löcher. Der eindringende Regen hatte schon den Männern beim Aufkleben des Brandings Probleme bereitet. Aus der Halle wurde mit einem Frontlader Abfall und Schutt aus der Halle gefahren. Sie soll bald restauriert werden.
In der dunklen Halle stand der Blimp "Skyship 600" und der Zeppelin NT so wie ein Modell des geplant Hybridluftschiffes "SkyCat". Hier lernten die Fluggäste ihre Piloten, Kate Board und Fritz Günther, kennen. Kate Board ist Pilotin des Eigentümers des Zeppelin NT Nr. 4, Airship Ventures Company/USA. Herr Günther begrüßte die Gäste, zeigte den Zeppelin NT von außen und innen und erklärte, warum der Start verschoben werden musste. Alle Passagiere hatten hierfür volles Verständnis. Zur großen Freude der Passagiere gaben die Piloten eine günstige Vorschau auf den nächsten Tag: Der erwartete Wind wird ein Aushallen im frühen Morgenlicht ermöglichen, so dass der Start auf 07:00 Uhr angesetzt wurde.
Nach kurzer Fahrt kam die Gruppe im Old Warden Aerodrome im Landkreis Bedfordshire an. Dort wurde die Shuttleworth Collection besichtigt. Diese besteht aus vielen historischen Flugzeugen aus aller Welt, teils original, teils rekonstruiert und die meisten sind flugfähig. Für alle an der Luftfahrt Interessierten war dies ein eindrucksvolles Erlebnis.
Wieder rundete ein sehr gutes Abendessen mit fröhlichen Gesprächen den schönen Tag ab. Da die Abfahrt im Hotel schon um 06:15 angesetzt war, wünschte man sich früher eine gute Nacht als tags zuvor.
3. Tag - 28. August 2008, Cardington London Dover Calais - Brüssel
Beim Wecken war es noch dunkel und das Frühstück wurde schnell eingenommen. Schon standen die Taxis zur Fahrt nach Cardington bereit. Auf der Fahrt wurde noch etwas Schlaf nachgeholt und dann welche Freude der Zeppelin NT und seine tüchtige Bodenmannschaft begrüßten die Passagiere vor der Luftschiffhalle. Die Piloten absolvierten den Check mit dem Probelauf der drei Motoren alles funktionierte und schon bald erfolgte die Aufforderung zum Einsteigen. Einige Zuschauer hatten sich eingefunden und winkten zum Abschied, als sich das Luftschiff erhob. Die Passagiere erwiderten den Gruß und konnten noch die Fundamente der alten Hochmasten von Cardington erkennen. Kate Board flog noch eine Schleife um Cardington, das einst so wichtig war für die britische Luftschifffahrt.
Dann schwebte man in gemächlichem Flug über die durch die Agrarwirtschaft geprägte englische Landschaft. Auffallend war, dass die Farmen und Felder vielfach von Hecken und Bäumen umgeben waren, was sich für die Ökologie sicher recht positiv auswirkt, dies sollte man auf dem Kontinent auch vermehrt machen. Manches Schloss glitt unter dem Luftschiff hinweg. Die Straßen wurden immer dichter und belebter, die riesige Stadt London kündigte sich an.
Die Sicht war durch die tiefhängenden Wolken leider nicht sehr gut. Aber die geringe Flughöhe von ca. 200 m über Grund ließ doch alles gut erkennen. In der Ferne tauchte der Flusslauf der Themse auf. Die Luftaufsicht ließ trotz der bescheidenen Sicht den Einflug in die City zu.
Am Ufer der Themse waren viele Werften zu sehen, das Schiff passierte die Millenium Halle, das Riesenrad und das Observatorium Greenwich. Hier teilten einst die Engländer die Welt in Breiten-grade ein, der markante Strich auf einer großen schrägstehenden Scheibe macht 0 Grad deutlich. Die Tower Brigde, Big Ben, das House of Parliament, St. Pauls Cathedral und der Buckingham Palace kamen in Sicht. Das war wirklich aufregend und man hätte sich eine noch geringere Ge-schwindigkeit gewünscht, um alles aufnehmen zu können. Den Passagieren wurde jetzt so richtig bewusst, welche einmalige Art des Reisens und Erlebens das Luftschiff bietet.
Beim Fotografieren waren die Fluggäste sehr rücksichtsvoll, so dass alle zu ihren Aufnahmen kamen. W. Schröder dokumentierte den Flug vollständig durch Bild- und Videoaufnahmen und wird diese nach der Tour den Passagieren zur Verfügung stellen.
Auf dem gleichen Weg, also Themse abwärts, wurde die City in Richtung Dover verlassen.
Wieder gab es viel Landwirtschaft zu sehen. Rose-Marie Terlouw und Wolfgang Schröder versorgten die Fluggäste mit Sekt, alkoholfreien Getränken und mit leckeren Snacks. Plötzlich wurde die ruhige Kate Board lebendig; sie überflog ihr Elternhaus und winkte hinunter. Die Fluggäste hätten ihr eine Ehrenrunde über dem Anwesen nur zu gern gegönnt. Sie flog jedoch weiter, vorbei an Canterbury. Um 10:15 kam die Küste bei Dover mit dem großen Fährhafen in Sicht.
Kurz darauf ein weiterer Höhepunkt der TOUR, das Luftschiff passierte die imposanten weißen Kalkfelsen am Ärmelkanal. Noch lange blieben die Blicke zurück auf die sich langsam entfernende Küstenlinie geheftet. Das Wasser war ruhig, kaum Seegang und es waren keine Schaumkronen auf den Wellen zu erkennen. Während der nächsten 44 km bis zur Küste nördlich von Calais war der rege Schiffsverkehr auf einer der dichtest befahrenen Seefahrtrouten interessant.
Fritz Günther hatte per Funk eine heiße Diskussion mit dem französischen Zollbehörden in Calais. Da Großbritannien das Schengener Abkommen nicht unterzeichnet hat, wurde er von den französischen Zollbehörden aufgefordert auf dem Flugplatz Marck bei Calais zu landen, um dort die Einreisekontrolle der Passagiere und Besatzung durchzuführen. Eigentlich sollte der Stop in Calais gestrichen werden, um die durch den verspäteten Start verlorene Zeit aufzuholen. Nach Erreichen der sandigen Küste folgten einige Schleifen über dem Flugplatz, weil die Zöllner den Flugplatz noch nicht erreicht hatten. Um 11:58 Uhr landete das Luftschiff ganz sanft. Vier Zollbeamte kamen auf das Schiff zu und sahen sich vor dem Schiff die vorher eingesammelten Pässe an. Die Piloten hatten die Beamten gebeten, das Schiff nicht zu betreten, weil es sonst überlastet wäre und Passagiere dann aussteigen müssen. Plötzlich kam aber doch ein Beamter an Bord mit dem Pass des Schweizerischen Fluggastes. Dieser ist ja kein "EU-Bürger" und musste persönlich überprüft werden, was zur Belustigung der internationalen Gruppe führte. Dieses Intermezzo ermöglichte jedoch, dass die an Bord mitgeführte Kinderdorf Flugpost kurz französischen Boden berührte.
Nach sechs Minuten startete der Zeppelin wieder und erreichte um 12:41 Uhr den belgischen Luftraum mit einer Geschwindigkeit von 82 km/h über Grund und einer Flughöhe von 300m. Über Roeselare, Deinze und vorbei an der schönen mittelalterlichen Stadt Gent ging es dann nach Brüssel. Dort wurde in einem weiten Halbkreis der Süden der Hauptstadt Belgiens umflogen, links sah man das Atomium und rechts konnte man Waterloo erkennen, wo mit der berühmten Schlacht europäische Geschichte geschrieben wurde. Dann steuerte die Pilotin nach Norden und bald erreichte das Luftschiff den Flugplatz Grimbergen. Da die Bodenmannschaft den Platz noch nicht erreicht hatte, folgten 40 Minuten lang Warteschleifen um den Flugplatz. Schiffsführung und Passagiere beobachteten, wie sich der erwartete Konvoi mit Mastfahrtzeug, Tankwagen und Bus auf den vollen Straßen zum Flugplatz kämpfte. Um 15:25 Uhr machte Kate Board wiederum eine perfekte Landung und die Passagiere entstiegen dem Schiff nach 7:07 Stunden Flug. Viele Menschen begrüßten das Luftschiff und die Ankommenden wurden sofort von Presse, Radio und Fernsehen interviewt. Das Luftschiff startete unverzüglich wieder zu Rundflügen für andere Passagiere.
Mit einem Luxusbus fuhren die Fluggäste in das Zentrum von Brüssel, wo sie in dem hervor-ragenden Hotel AMIGO direkt am Großen Platz komfortablen Zimmer bezogen, das Gepäck war schon auf die Zimmer verteilt.
Beim ausgezeichneten Abendessen wurde der erlebnisreiche Tag nochmals diskutiert. Dann zog es die Gruppe hinaus auf den Großen Platz. Dieser Platz ist von eindrucksvollen Bauten verschiedener Eppochen umsäumt und wird bei Nacht sehr schön beleuchtet. Natürlich finden sich dann viele Leute ein, trotzdem herrschte eine ruhige, friedliche Atmosphäre. Noch einen Schlaftrunk in Form eines guten belgischen Bieres und dann ging es ins Bett, denn der nächste Tag versprach wieder ein großes Erlebnis.
4. Tag - 29. August 2008, Brüssel Antwerpen Rotterdam Den Haag - Valkenburg
Um 8:30 Uhr war Abfahrt vom Hotel zum Flugplatz Grimbergen, wo das Luftschiff die ankom-menden Passagiere schon mit brummenden Motoren begrüßte. Der Start erfolgte um 09:58 Uhr und der Bug des Zeppelin wendete sich nach einer Abschiedsrunde nach Norden. Weite Blumenfelder in leuchtendem Rot und Gelb zogen unter der Gondel hinweg.
Nach einem Funkgespräch mit der belgischen Luftaufsicht übermittelte Fritz Günther den Passagieren eine schlechte und eine gute Nachricht: Das Überfliegen der Stadt Antwerpen war wegen der noch schlechter gewordenen Sicht nicht erlaubt; die gute Nachricht: in Rotterdam scheint die Sonne. So machte das Luftschiff einen großen Bogen nach Westen um Antwerpen herum und erreichte über der Westerschelde den Luftraum der Niederlande. Für die Binnenländer waren die gewaltigen Dämme und Bauten zur Landgewinnung und Trockenlegung sowie der rege Schiffs-verkehr äußerst interessant. Daneben gab es viel Land- und Fischwirtschaft zu sehen. Es folgte die Oosterschelde und das Haringvliet. Bei Oude Tonge, Battennoord steht ein schönes Haus direkt am Wasser; es ist das Haus des Bruders eines holländischen Fluggastes. Auf sein Bitten umkreiste das Schiff das Haus, leider schien aber niemand zuhause zu sein.
Tatsächlich klarte der Himmel auf und die Passagiere sahen zum erstenmal während des Fluges die Sonne. Gerade rechtzeitig, um nun die sehr geschäftige Stadt Rotterdam zu erleben. Der Flug führte nördlich am Stadtzentrum mit den großen Brücken, dem riesigen Hafen und der imposanten Skyline vorbei. Der Flughafen wurde um 12:25 Uhr in 125 m Höhe mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h über Grund überflogen. Nahe der Stadt Delft sah man Gewächshäuser so weit das Auge reichte. Zu schnell zog schon die Hauptstadt der Niederlande, Den Haag, unter dem Luftschiff vorbei.
Um 12:48 erreichte der Zeppelin das Seebad Scheveningen. Im Sonnenschein flog er den weiten Sandstrand entlang vorbei an dem imposanten Hotel KURHAUS, erbaut 1885, das für die nächste Übernachtung vorgesehen war. Der Flug in 200 m Höhe folgte weiter dem Dünenstrand. Auch das war für die meisten Passagiere ein völlig neues Landschaftserlebnis. Zu bald erreichte das Schiff die Endstation, den Flugplatz Valkenburg. Weil wieder auf den Konvoi der Bodenmannschaft gewartet werden musste, kreiste der Zeppelin 50 Minuten über dem Platz und wurde von vielen Menschen dabei beobachtet. Nach 3:52 Stunden Flug stiegen die Passagiere um 13:50 Uhr aus und wurden von dem Bürgermeister der Stadt Katwijk begrüßt. Auf die Frage eines Journalisten nach den Reiseeindrücken, antwortete ein Fluggast: "Jede Minute war ihr Geld wert". Größer kann das Lob nicht ausfallen. Aber das Programm war noch nicht zu Ende. Die Piloten machten nach einer halben Stunde Pause Rundflüge für andere Passagiere, während die Tourgäste in das Fünf-Sterne-Hotel KURHAUS in Scheveningen gefahren wurden. Dort konnte man sich etwas ausruhen und für das Kapitänsdinner zurecht machen.
Um 18:45 Uhr fuhr ein Oldtimerbus, der früher der Königin Juliana gedient hatte, vor und brachte die Fluggäste "stilgerecht" wieder zum Flugplatz Valkenburg. Selbst der starke Geruch des Diesel-treibstoffs entsprach den alten Zeiten. Bei der Ankunft staunten die Teilnehmer über eine festlich gedeckte Tafel auf dem Vorfeld des Flugplatzes, dahinter stand das Luftschiff im abendlichen Sonnenlicht. Nie war das Wetter während der Tour besser als zu diesem Abschlussereignis. Die Gäste wurden mit besten Speisen und Getränken verwöhnt.
Während des Essens ergriffen Erwin Krijger und Wolfgang Schröder noch einmal das Wort. Sie dankten den Fluggästen für ihre Teilnahme an der Tour sowie für ihr Verständnis bei kleinen Pannen und betonten die Harmonie in der Reisegruppe. Aber auch mancher Teilnehmer ließ es sich nicht nehmen, seine Begeisterung und seinen Dank an Veranstalter und Organisatoren zum Ausdruck zu bringen.
Schade, dass die Piloten nicht zu dem Dinner erschienen. So konnte der vorgesehene Dank nicht ausgesprochen und ein vorbereitetes Erinnerungsgeschenk nicht übergeben werden.
Es war scheinbar doch zu anstrengend für sie, nach Dienstschluss und Stau bei der Fahrt ins Hotel nochmals nach Valkenburg zu kommen.
Manch dankbarer Blick ging hinüber zu dem Luftschiff in der Dämmerung und die Frage, wie solche tolle Erlebnisse häufiger und preisgünstiger genossen werden könnten, wurde immer wieder diskutiert.
Nachdem die Sonne untergegangen war, führte der Künstler Martin Weber sein Musical "Hugo Eckener Mein Zeppelin" vor. Darin stellte er den Kampf von Dr. Hugo Eckener um die Fortsetzung der Luftschifffahrt nach dem Brand des LZ 129 HINDENBURG mit Helium als Traggas dar. Das ergreifende Stück endet mit einem Ausblick auf die heutige und künftige Luftschifffahrt. Die "Standing Ovation" zeugte von der großen Begeisterung des erlesenen Publikums.
Während der Nacht im grandiosen Hotel KURHAUS zogen bei manchem Tourteilnehmer die vielfältigen Bilder aus dem Zeppelin NT nochmals am geistigen Auge vorüber.
5. Tag - 30. August 2008, Abreise
Beim letzten gemeinsamen Frühstück im separaten Raum am großen runden Tisch kam dann doch Wehmut auf, der man mit der Hoffnung begegnete, dass es irgendwann und irgendwo ein Wiedersehen und eine neue Tour geben wird. Wolfgang Schröder versteigerte eine große Landkarte mit der genauen Flugroute der Tour, außerdem versüßte er den Abschied mit einem Schokolade-Zeppelin. Danach wurde jeder Teilnehmer zur richtigen Zeit zu seinem Abfahrts- oder Abflugort gebracht.
Am Anfang der Tour wurde darauf hingewiesen, dass es sich um einen ersten Versuch für eine internationale Luftschifftour handelt. Technisch und organisatorisch mussten Höchstleistungen vollbracht werden, dies wurde erreicht, auch wenn manches noch verbessert werden kann; darüber waren sich alle einig, Fluggäste, Veranstalter und Organisatoren.
Wolfgang v. Zeppelin
05.09.2008
Anlage 3
Die Medaillen können Sie auch im Online-Shop der Mόnzen erwerben: (Shop -> Medaillen)
Staatliche Münzen Baden-Württemberg
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