Vor 100 Jahren am 11. Mai 1926

Im Jahr 1911 erreichte Roald Amundsen (geb. 1872 bis 1928) als erster Mensch den Südpol. Zu dieser Zeit ging man noch davon aus, dass es Robert Peary war, der im Jahr 1909 den Nordpol bezwungen hat. Von Anfang an hat es Zweifel an dessen Angaben gegeben, und heute bestehen kaum noch Zweifel daran, dass Peary sein Ziel nicht erreicht hat.

Als das Luftschiff «Norge» am 11. Mai 1926 in Ny-Ålesund, auf Spitzbergen, zur Fahrt über den Nordpol nach Alaska startete, musste die 16-köpfige Besatzung, darunter Nobile, Amundsen und Ellsworth, davon ausgehen, dass es dem US-Amerikaner Richard Byrd zwei Tage zuvor bereits gelungen war, den Nordpol mit einem Flugzeug zu überfliegen. Dessen Behauptung, mit seinem Co-Piloten Floyd Bennett den Nordpol erreicht und umkreist zu haben, bevor er wieder auf Spitzbergen gelandet war, konnte jedoch nie bewiesen werden. Daher gilt der 12. Mai 1926, an dem die «Norge» den Nordpol nach 16 Stunden und 40 Minuten Fahrt erreicht hatte, als erstes zweifelsfrei gesichertes Datum. Die «Norge» setzte ihre Fahrt erfolgreich fort und landete, fast 70 Stunden nach dem Start auf Spitzbergen, trotz schlechten Wetters, das unter anderem die Navigation erschwerte, ohne Bodenmannschaft problemlos bei Teller in der Nähe von Nome/Alaska. Sofort nach dem Aufsetzen worden die Hülle geöffnet, um das Gas entweichen zu lassen. Das Schiff wurde vor Ort demontiert.

Das Luftschiff «Norge» erreichte mit einer Länge von 106 Metern und einer Breite von 19,5 Metern nicht die Abmaße der deutschen Zeppelinluftschiffe. Das auf Reparationskosten für die USA gebaute Luftschiff LZ 126 (ZR III) war wesentlich größer und seit zwei Jahren im Einsatz. Das Volumen der Norge betrug 19.000 Kubikmeter. Für den Antrieb sorgten 3 Maybach-Motoren mit jeweils 180 kW (245 PS), die Höchstgeschwindigkeit betrug 113 km/h.

Luftschiffliteratur

Hier finden Sie eine Liste mit von Vereinsmitgliedern veröffentlichten Büchern mit Bezug zu Zeppelinen.

Sachbücher

  • Dr. Ing. h. c. mult. Ludwig Ferdinand Dürr : Das erfüllte Leben des großen Ingenieurs beim Luftschiffbau Zeppelin, Autor: Wolfgang von Zeppelin, Erstveröffentlichung 2013, ISBN 978-3-9815204-3-9, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. beim Zeppelin Museum Friedrichshafen oder dem LTA-Shop.

Obwohl Ludwig Dürr von sechs führenden Hochschulen mit dem Titel Dr. h.c. ausgezeichnet wurde, ist sein Name und seine Person heute nur noch Menschen bekannt, die sich intensiv mit der Geschichte der Luftschifffahrt beschäftigen. Dies, obwohl Dürr auch für die allgemeine Luftfahrt wie auch für die Technik insgesamt Schrittmacherdienste geleistet hat. Das neue Buch zeichnet erstmals das Wirken dieses Pioniers in allen Facetten auf. An der Laufbahn Dürrs lässt sich wie bei keiner anderen Person die Geschichte der Zeppelin-Luftschifffahrt aufzeigen.

  • Der Zeppelin kommt : 100 Jahre Luftschiffe über Dresden, Autor Thomas Lohse, Erstveröffentlichung 2010, ISBN 978-3-00-028359-8, Bezug direkt über den Autor, aber auch online z.B. beim LTA-Shop.

Romane

  • Der Wolkenwal : Die Afrikafahrt des L 59 – ein phantastisches Abenteuer, Autor: Charles Frölich, Erstveröffentlichung 2017, ISBN 9783737527507, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. bei Epubli.

Die legendäre Afrikafahrt des L 59, neu erzählt

Der Wolkenwal trägt uns in das Jahr 1917, wo ein junger Matrose der „China-Sache“ zugeteilt wird. Das ist der Tarnname für eine Luftschifffahrt von Bulgarien nach Deutsch-Ostafrika, eine damals beispiellose Entfernung. Der größte bisher gebaute Zeppelin soll der dort eingeschlossenen Schutztruppe Post und Nachschub bringen. Doch der luftschiffbegeisterte junge Zellenpfleger wird von der Rohheit des Krieges zusehnds abgestoßen. Und einer seltsamen Adelsfamilie aus Siebenbürgen gelint es, sich als blinde Passagiere einzuschiffen. Eine Geschichte des Erwachsenwerdens in grausiger Zeit / historischer Roman mit phantastischen Einsprengseln.

  • Der endlose Tag, Autor: Charles Frölich, Erstveröffentlichung 2014, ISBN 9783737501644, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. bei Epubli.

Um die Erde in vierundzwanzig Stunden

Der endlose Tag zeigt uns unsere heutige Gesellschaft, und was sie mit einem Luftschiff macht, das genauso schnell um die Erde fahren kann wie es die Sonne anscheinend tut. Ein steinreicher Niederländer erfüllt sich und seinen Mitfahrern diesen Traum. Funkuhren bleiben stehen, und die Nacht scheint besiegt. Die Zeit auch?

Doch nicht alle Mitreisenden teilen seinen Traum, es kommt zu Reibereien, und dann geschieht sogar ein Verbrechen an Bord …

Eine Umdeutung des Motivs vom Fliegenden Holländer und eine Erforschung der Illusionen im menschlichen Miteinander

  • Herr Käsekuchen : Ein Schritt vor die Tür, Autor: Charles Frölich, Erstveröffentlichung 2018, ISBN 9783746705644, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. bei Epubli.
  • Luftikusse und Luftkolosse : Gorms Geschichten (Band 2 der Käsekuchen-Trilogie), Autor: Charles Frölich, Erstveröffentlichung 2019, ISBN 9783748552505, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. bei Epubli.
  • Käptn Käsekuchen : Piraten der Atmosphäre (Band 3 der Käsekuchen-Trilogie), Autor: Charles Frölich, Erstveröffentlichung 2020, ISBN 9783750285521, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. bei Epubli.

Actionroman und Liebesgeschichte

Nico Stölting geht vor die Tür, um ein Stück Käsekuchen wegzuwerfen, und stolpert in das Abenteuer seines Lebens. Als Herr Käsekuchen erforscht er unfreiwillig eine Welt, in der kein Hitler die Erde mit einem Weltkrieg überzogen hat. Zeppeline und schwebende Hotels kreuzen am Himmel, und es scheint Frieden zu herrschen. Hinter den Kulissen allerdings tobt ein heimlicher, doch erbitterter Kampf um das richtige wissenschaftliche Weltmodell, und der nichtsahnende Held – als Beweis für eines dieser Modelle – gerät mitten hinein. Per Luftschiff bringt man ihn bis in die Antarktis, wo ein nahezu übermächtiger Gegenspieler lauert.

Dabei will er doch nichts weiter als wieder nach Hause zu seiner Frau.

Teil 2 und 3 spinnen diese (Welt-)Geschichte weiter. Der Held wider Willen eitf zum Ghostwriter eines Luftschiffkapitäns. Außerdem verschlägt es ihn ins Irrenhaus, nach Albanien und erneut auf die andere Welt. Und dort beginnt er als „Käptn Käsekuchen“ einen weltumspannenden luftigen Rachefeldzug gegen seinen einstigen Freund …

Die spannende Erkundung einer Welt, wie sie auch hätte sein können. / Ironischer Thriller – mit einem Käsekuchenrezept

  • Das Mondboot : Drei Novellen, Autor: Charles Frölich, Erstveröffentlichung 2020, ISBN 9783752977059, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. bei Epubli.

Drei Novellen über Menschen, deren Ambition sie auf unterschiedlichen Wegen an den Abgrund führt – oder darüber hinaus. Mit Bildern von Kerstin Jabs.

In der ersten Novelle, wohl ein expressionistisches Märchen, wird „Das Mondboot“ von einem Köhlerburschen gesehen; fortan will er zu den Luftfahrern. Doch er hockt verzweifelt auf der untersten Sprosse der sozialen Leiter, und so wirkt dieser Wunsch für jeden außer ihm vermessen. Schon die „Himmelsgebühr“, die die elfenhafte Fahrerin des Mondbootes von ihm fordert, kann er nicht aufbringen. Was er tut, um sein Ziel dennoch zu erreichen, verbrennt seine Seele.

In der zweiten Novelle entdeckt ein Wanderer in Irlands grünen Wäldern ein aufgegebenes Gutshaus. In Briefen an seinen Freund erfährt der Leser von seinen Erlebnissen in diesem Haus. Realität und Einbildung vermischen sich so manches Mal, und schließlich erfährt er dort mehr – über den Ort und sogar über sich selbst – , als er je zu fürchten gewagt hatte.

Die dritte Novelle schildert als überwiegend sachlicher Bericht, wie in einem Badeort an der Ostsee die Leiche eines Mannes gefunden wird. Zu Lebzeiten hatte er sich als Privatgelehrter in die Erforschung der Blitze vertieft. Dann hat er sich auf grässliche Weise selbst zum Tode befördert, aber das Motiv dafür bleibt zunächst ein Rätsel. Und als sie endlich ein mögliches Motiv entdecken, wollen die Ermittler es nicht wahrhaben.

von Vereinsmitgliedern empfohlen

Erlebnisberichte und Erinnerungen

  • Im Zeppelin über Länder und Meere : Erlebnisse und Erinnerungen, Autor: Hugo Eckener, Wiederveröffentlichung 2012, ISBN 978-3-943915-01-3, Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online, z.B. beim Zeppelin Museum Friedrichshafen 
  • Onkel Hugo : Hugo Eckener in Briefen, Selbstzeugnissen und Erinnerungen, Autor: Inge Gollbeck-Eckener, Wiederveröffentlichung 2002, Bezug z.B. über das Zeppelin Museum Meersburg
  • Tagebuch eines Luftschiffers : Über den Spuren von Graf Zeppelin schweben, Autor: Karl-Ludwig Busemeyer, Erstveröffentlichung 2018, ISBN 978-3-7439-2165-8 (Taschenbuch) / 978-3-7439-2166-5 (gebundene Ausgabe), Bezug über den lokalen Buchhandel, aber auch online. Mit einem Vorwort von Wolfgang von Zeppelin.

Es gibt eine Vielzahl an Literatur zu Luftschiffen und Zeppelinen. Wir erweitern diese Liste daher nur auf Empfehlung, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Sie haben einen Vorschlag? Kontaktieren Sie uns! Wenn Sie Ihr eigenes Buch hier sehen möchten, lassen Sie sich doch von der Faszination Zeppelin anstecken und werden Mitglied!

Zeppelin NT

technische Fortschritte und ein Umdenken in der Gesellschaft schufen die Basis

Seit Mitte 1991 erschienen von Zeit zu Zeit Pressemeldungen, daß man sich in Friedrichshafen wieder mit dem Bau von Luftschiffen beschäftigt. Was steckte hinter diesen Informationen? Bereits seit 1988, wurden Überlegungen angestellt, ob es nicht sinnvoll wäre, wieder einmal eine ernsthafte technisch-wirtschaftliche Untersuchung anzustellen, ob ein Wiederbeginn der Luftschiffahrt Chancen hat. Was hatte sich geändert, daß die Fragestellung erneut aufgegriffen wurde?

Generell kann man feststellen, daß Menschen sich heute zunehmend nostalgischem Erleben zuzuwenden, wie sich dies an der deutlichen Zunahme der Ballonfahrt, der Reisen mit Dampfeisenbahn und Dampfschiffen oder der Kanalsportschiffahrt zeigt. Auch die Besucherzahlen von Museen waren noch nie so hoch wie in der heutigen Zeit.

Nicht zuletzt sind in der Technik große Fortschritte im Leichtbau, bei den Hüllenwerkstoffen, in der Antriebs- und Steuerungstechnik zu verzeichnen, so daß eine Luftschiffahrt mit neuer Technologie technisch, wirtschaftlich und sicherheitstechnisch nicht mehr mit der Technik aus der Anfangszeit der Luftschiffahrt vergleichbar ist.

Das Konzept des ZEPPELIN NT

Der ZEPPELIN NT wird durch Ballonets stets unter Innendruck gehalten, jedoch wird die Gestaltsfestigkeit im wesentlichen durch ein räumliches Gerippe in Form eines dreieckigen Tragwerkes gewährleistet, selbst dann, wenn der Druck durch einen Defekt abfallen sollte. Alle Lasten wie Antriebsmotoren, Steuerflächen, Passagierkabine u.a. können am optimalen Ort sicher angeordnet werden. So sind beispielsweise die Motoren mit den Propellern weit entfernt von den Passagieren, so daß diese nicht durch Lärm und Vibrationen belästigt werden. Außerdem sind sie im Schwerpunkt des Fahrwiderstandes, also auch an aerodynamisch optimaler Stelle angebracht. Durch Einsatz moderner Werkstoffe wird ein sehr gutes Verhältnis zwischen Nutzlast und Eigengewicht erzielt. Das Gerippe und die Hülle nehmen die im Betrieb auftretenden Lasten gemeinsam auf.

Die für die konstruktive Auslegung ausschlaggebenden Biegekräfte werden nahezu gleichmäßig von der starren Struktur und von der Hülle aufgenommen. Unterhalb des Gerippes sind die luftgefüllten Ballonets angeordnet und bilden so im Falle einer sehr harten Landung ein Luftkissen, das die starre Struktur vor schädlichen Stößen schützt.

Technische Daten Zeppelin LZ NT07-101

  • Volumen 8.425 m³
  • Länge 75 m
  • max. Durchmesser 14,16 m
  • Breite 19,5 m
  • Höhe 17,4 m
  • Flughöhe
    • Reiseflug 300 m über Boden
    • maximal 3.000 m NHN
  • Gewichte
    • max. Startgewicht
      • absolut 8.050 kg
      • relativ 400 kg
    • Zuladung 1.900 kg
  • Gondel
    • Personen
      • 1 Pilot
      • 1 Flugbegleiter / Co-Pilot
      • 14 Passagiere
      • 1 Toilette
    • Maße
      • Länge: 10,7 m
      • Volumen: 29 m³
  • Geschwindigkeit
    • maximal 125 km/h
    • Reiseflug 70 km/h
  • Flugdauer ca. 22 h
  • Reichweite 1.000 km
  • Triebwerk: 3 Lycoming IO-360 à 147 kW (200 PS) – insgesamt 440 kW (600 PS)

Historisches

Am 2. Juli 1900 war es soweit
– der allererste Zeppelin erhob sich in die Lüfte

In der Bucht von Manzell/Friedrichshafen verfolgten Ferdinand Graf von Zeppelin und sein Ingenieur Theodor Kober den Start des 128 m langen LZ 1. Bei der Jungfernfahrt des ersten Zeppelins erreichte das Luftschiff eine Höhe von 400 m und legte immerhin eine Entfernung von 6 km zurück.

Nach vielen Höhen und Tiefen und nach ca. 30 Jahren begründeten die Zeppeline den ersten interkontinentalen Flugverkehr. Die aus Friedrichshafen stammende Technologie war damit einer der maßgeblichen Wegbereiter der modernen Luftfahrt, wie sie heute ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. Von Alltag war damals noch keine Rede. Wir sprechen von einem sehr exklusiven Ereignis vom Luftschiffhafen in die Welt aufzubrechen. Erstmals konnten Passagiere, Fracht und vor allem Post in ein bis zwei Tagen über den Ozean reisen. Üblich waren damals teils wochenlange Reisen mit dem Schiff. Das Fliegen mit dem Zeppelin – eine echte Revolution!

Das Ende einer Ära

Immer wieder hört und liest man, daß die Aera der Zeppelin-Luftschiffe wegen des Unglücks in Lakehurst am 7. Mai 1937 zu Ende ging. Das wirkliche Ende liegt aber in der internationalen politischen Entwicklung während der Jahre 1936 – 1940 begründet. Die USA erließen wegen der aggressiven Politik der deutschen NS-Regierung ein Ausfuhrverbot für Helium, das einzige nicht brennbare Traggas für Luftschiffe. Dadurch war in Deutschland Helium nicht verfügbar. Darum mußte das Luftschiff LZ 129 HINDENBURG, das bereits für den Betrieb mit Helium vorbereitet war, wieder umgebaut und mit dem brennbarem Wasserstoff gefüllt werden. Nur so konnte das Unglück geschehen, unabhängig davon, welche der vielen diskutierten Ursachen der Auslöser für den Brand war.
Das endgültige Ende – die Demontage der beiden Luftschiffe LZ 127 GRAF ZEPPELIN und LZ 130 GRAF ZEPPELIN II und die Sprengung der Luftschiffhallen in Frankfurt – wurde von den nationalsozialistischen Machthabern verfügt, teils wegen des durch die HINDENBURG-Katastrophe verletzten Stolzes, vor allem aber weil die Luftschiffe militärisch untauglich waren und der Luftwaffe weichen mussten.

Im schrecklichen 2. Weltkrieg wurde die Flugtechnik mit aller Kraft der am Kriege beteiligten Nationen weiterentwickelt. Diese Fortschritte kamen nach Kriegsende natürlich auch der zivilen Luftfahrt, nämlich den Flugzeugen, zugute. Am Luftschiff aber ging jede technische Entwicklung vorbei, abgesehen von den in den USA gebauten Prall-Luftschiffen. Aus diesen entwickelten sich nach dem Kriege die Werbeluftschiffe, die wir heute gelegentlich am Himmel sehen.

Bauarten der Luftschiffe

Alle Luftschiffe lassen sich in drei Bauarten einteilen. In Luftschiffe ohne innere Struktur, in Luftschiffe deren Form durch eine starre Struktur vorgegeben wird und eine Mischung aus beiden Bauarten.

Prall-Luftschiffe

1. Bugkappe mit Verstärkungen 2. Vorderes Ballonet 3. Gondelaufhängung 4. Hinteres Ballonet 5. Steuerruder 6. Passagierkabine 7. Motoren 8. Beleuchtung 9. Luftkanal zu den Ballonets 10. Luftventile 11. Heliumventil Bild: Pralluftschiff (Blimp) von Goodyear/USA

Dies ist die älteste und einfachste Bauart. Sie besteht aus einer Hülle, die mit Traggas gefüllt ist und durch ein oder mehrere luftgefüllte Ballonets unter einem bestimmten Überdruck gegenüber der umgebenden Luft gehalten wird. Auf dem Druck des Traggases allein beruht die Gestalt des Luftschiffkörpers. Der Druck muß hoch genug sein um alle in den verschiedenen Flugzuständen auftretenden Kräfte, beispielsweise den Luftwiderstand bei voller Fahrt, aufnehmen zu können. Die Gondel mit den Antriebsaggregaten, Kraftstoffbehältern u.ä. hängt an Seilen, die am First der Hülle befestigt sind. Dies bedingt beispielsweise, daß die Motoren direkt an der Gondel angeordnet sind und das Wohlbefinden der Passagiere durch Lärm und Vibrationen erheblich beeinträchtigen.

Diese Bauart wurde von der Fa. GOODYEAR / USA für Militär-Luftschiffe im 2. Weltkrieg hoch entwickelt und wird heute vorwiegend für Werbeluftschiffe angewandt.

Starr-Luftschiffe

Es war das Verdienst des Grafen Zeppelin und seiner Getreuen, diese Bauart zu einer Vollendung gebracht zu haben, die auch heute noch Bewunderung findet.
Starrluftschiffe erhalten ihre Gestalt durch ein Gerippe oder durch eine steife Außenhaut. Die Traggaszellen liegen innerhalb des Gerippes und sind meist unprall. Luftdruckschwankungen und unterschiedliche Temperaturen führen zu Änderungen des Füllgrades der Gashüllen. Starrluftschiffe können in sehr großen Abmessungen gebaut werden. LZ 129 HINDENBURG und LZ 130 GRAF ZEPPELIN II hatten ein Volumen von 200 000 m³ und eine Länge von 245 m.

Die Vorteile der starren Bauart sind:

  • Gewichte können optimal am Luftschiffkörper verteilt werden
  • Fahrtwind und Sonneneinstrahlung wirken nicht direkt auf die Traggaszellen ein.
  • ein Leck in der Hülle oder in einer Traggaszelle führt nicht zum Verlust der Gestalt und damit zur Manövrierunfähigkeit.

Allerdings ist diese Bauart mit hohen Kosten verbunden, und das Eigengewicht ist relativ zur Nutzlast höher als beim Pralluftschiff.

Halbstarres Luftschiff

Um die Vorteile der beiden o.g. Systeme zu vereinen wurden auch sog. halbstarre Luftschiffe gebaut. Die bekanntesten Vertreter dieser Bauart waren die Luftschiffkonstruktionen des italienischen Generals und Luftschiffpioniers Umberto Nobile, der mit dem Luftschiff NORGE 1926 erstmals den Nordpol überflog. Bei Nobiles halbstarren Luftschiffen wird die über Ballonets prall gehaltene Hülle mit einem Kiel versehen (daher auch Kielluftschiff genannt), an dem die verschiedenen Lasten, wie beispielsweise die Antriebsmotoren, angebracht sind. Der Zeppelin NT kommt ohne Kiel daher und verfügt über eine innere, aber nicht formgebende, Dreiecksstruktur.

Fig. Semi-rigid airship ITALIA (System Nobile)

Flugangebot DZR

Mitfliegen und die Welt mit anderen Augen entdecken. Buchen Sie sich die Erfüllung eines Traums. Das Standardangebot der Deutschen Zeppelin-Reederei umfasst Rundflüge von 30 Minuten bis zu 2 Stunden.

Flüge ab Friedrichshafen

  • „Rheinfall-Schaffhausen“ (120 min),
  • „Bodensee“ (120 min)
  • „Dornbirn“ (90 min)
  • „Allgäu (90 min)
  • „Mainau“ (60 min)
  • „St. Gallen“ (60 min)
  • „Schweizer Ufer“ (60 min)
  • „Bregenz“ (60 min)
  • „Ravensburg“ (45 min)
  • „Meersburg“ (45 min)
  • „Lindau“ (45 min)
  • „Friedrichshafen“ (30 min)

Flüge ab München

  • „München“ (40 min)

Flüge ab Bonn/Hangelar

  • „Kölner Dom“ (60 min)
  • „Bonn-Siebengebirge“ (45 min)

Flüge ab Mönchengladbach

  • „Mönchengladbach“ (45 min)
  • „Düsseldorf“ (45 min)

NEU 2023 Flüge ab Mühlheim

  • „Essen/Mühlheim und Umgebung“ (45 min)

Flüge ab Frankfurt

  • „Frankfurt“ (45 min)

Die Flugbuchung erfolgt direkt bei der Deutschen Zeppelin-Reederei.

Deutsche Zeppelin Reederei GmbH
Messestr. 132, 88046 Friedrichshafen
Tel. +49 7541 5900-0

www.zeppelinflug.de (Online-Buchung)